An jenem Morgen war die Františkánská Straße sehr ruhig, auch wenn dort Polizistinnen aufmerksam spazieren gingen. Ich habe mir unauffällig die Häuser angeschaut, damit ich keinen Verdacht errege...
Auch wenn es heutzutage nicht mehr sofort erkennbar ist, befindet sich in der Františkánská ein Haus, das schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Pilsener angelockt hat: das Stoffwarenhaus. Hier konnten die Kunden nicht nur Tücher kaufen sondern auch Seidenmode aus Prag. Im Laufe der Zeit ließen die Hausbesitzer das Gebäude modernisieren, weil die Geschäftskonkurrenz in Pilsen in dieser Zeit sehr schnell wuchs. Sie wollten also ihre Kunden einnehmen. Dieses Haus steht bis heute in der Straße und lockt weiterhin mit bunten Stoffen und Mode.
Gegenüber dem Warenhaus ist es möglich, das Franziskaner Kloster zu besuchen, welches heute als Museum und Pfarrei dient. Neben dem Kloster befindet sich auch die Kirche Maria Himmelfahrt. Das Kloster gehört zu den ältesten Gebäuden in Pilsen. Ein weiteres wertvolles Haus findet ihr am Ende der Straße. Es handelt sich um die Sparkasse, welche im Jahr 1991 den Titel als Kulturdenkmal erhalten hat, eine imposante Fasse mit einer Säulenreihe besitzt und mit einer schönen Tür für den Haupteingang aufwarten kann.
Auch wenn ich am frühen Morgen in der Františkánská unterwegs war, habe ich einen Menschen getroffen, der mir sein Lieblingsessen für die Mittagspause in Pilsen verraten hat. Drahomíra, die in dieser Straße arbeitet, isst gerne Hackbraten mit Kartoffelpüree. Zufällig habe ich an diesem Tag auch Kartoffelpüree zu Mittag gegessen, allerdings mit Hackbraten aus Linsen und das war wirklich lecker.

Historische Quellen:
www.zcm.cz/objekty/muzeum-cirkevniho-umeni-plzenske-dieceze
www.katedralaplzen.org/kostely.p10.html
www.pam.plzne.cz
22.01.2016
Bilder: J. Heenen




